{"id":596,"date":"2025-12-29T17:59:46","date_gmt":"2025-12-29T17:59:46","guid":{"rendered":"https:\/\/musik.martha-pfaffeneder.com\/?page_id=596"},"modified":"2025-12-29T17:59:46","modified_gmt":"2025-12-29T17:59:46","slug":"presse-flirt-der-metropolen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musik.martha-pfaffeneder.com\/?page_id=596","title":{"rendered":"Presse | Flirt der Metropolen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>B\u00fcrgerhaus Hennigsdorf<\/strong><br>Er schreitet herein, dunkel gekleidet, tr\u00e4gt ein F\u00e4hnchen in der Hand, positioniert es an seinem Klavier. Sie betritt die B\u00fchne, beschwingt und in einem Trachtenkleid. Auch sie mit einem F\u00e4hnchen. Das ihre und das seine sind in den Farben Rot und Wei\u00df gehalten, nur die jeweiligen Embleme in der Mitte unterscheiden sich. Das eine, der B\u00e4r, steht f\u00fcr Berlin, das andere, der Adler, f\u00fcr \u00d6sterreich. Schlie\u00dflich werden beide F\u00e4hnchen in einem Strau\u00df von roten Rosen dekoriert. Der Kampf zwischen den europ\u00e4ischen Metropolen kann beginnen.<br>Es k\u00f6nnte aber auch ein Flirt sein, mit dem sich Martha Pfaffeneder mit Wiener Charme auf die Berliner Schnauze von Jens-Karsten Stoll einl\u00e4sst. Wenn, ja wenn diese Berliner Schnauze nicht immer wieder so sticheln w\u00fcrde, um das \u00f6sterreichische Madl zu provozieren. Zu Wiener Schm\u00e4h vielleicht? Nein, den l\u00e4sst sie stecken, umgarnt ihn mit den typischen Ingredienzien, mit denen Touristen in die Donaumetropole gelockt werden: Donau und Wiener Walzer, Ringelspiel oder Riesenrad, Schloss Sch\u00f6nbrunn oder Prater.<br>Die Besucher verfolgten am\u00fcsiert das lustvolle Spiel der Schauspielerin Martha Pfaffeneder und des Musikers Jens-Karsten Stoll und lie\u00dfen sich gerne von manch einem Wiener Lied oder einem Berliner Gassenhauer mitrei\u00dfen. Da konnte sich Stoll noch so sehr \u00fcber Pfaffeneders \u201eSchmonzetten\u201c mokieren, wenn sie vom Prater sang, in dem wieder die B\u00e4ume bl\u00fchen, vom Ringelspiel, das so sch\u00f6n ist, oder von Wien und dem Wein, was ein St\u00fcck vom Himmel sein m\u00fcsse, die Besucher f\u00fchlten sich gut aufgehoben in dieser Stimmung. Aus der konnte sie Stoll nur mit etwas h\u00e4rteren Zutaten herausrei\u00dfen. Denn \u201eSehen Sie, das ist Berlin\u201c, wo man sich manchmal fragt, \u201eWer schmei\u00dft denn da mit Lehm?\u201c oder den \u201elieben Leierkastenmann\u201c bittet \u201efang noch mal von vorne an.\u201c Denn der Berliner, dem man nachsagt, nicht nur eine deftige Schnauze zu haben, sondern das Herz auf dem rechten Fleck, der kann auch anders, n\u00e4mlich ganz sentimental sein.<br>Ob das aber den Charme des Wieners ersetzt, der so hingebungsvoll philosophiert: \u201eWenn der Herrgott net will, nutzt des goar nix\u201c, das konnte an diesem Abend nicht gekl\u00e4rt werden. Es blieb unentschieden zwischen Wein und Bier, zwischen Heurigenlokal und Eckkneipe, zwischen Strau\u00df-Dynastie und Paul Lincke, Will Meisel, Otto Reutter. <br>(Von Rotraud Wieland,\u00a015.04.2013,\u00a0M\u00e4rkische Allgemeine)<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Wiener Charme und Berliner Schnauze<\/h1>\n\n\n\n<p>\u201eMit einem fr\u00f6hlich-spritzigem Programm aus bezauberndem Wiener Charme, gew\u00fcrzt mit einer feurigen Prise Berliner Schnauze, pr\u00e4sentiert vom \u00f6sterreichisch\/deutschen Duo Martha Pfaffeneder\/Karsten Stoll, startete die Ernst- Freiberger- Stiftung mit ihrer Reihe musikalisch-literarischer Sonntagnachmittage ins neue Jahr.<br>Martha Pfaffeneder, Mezzosopranistin und Schauspielerin, geboren im \u00f6sterreichischen Ybbs an der Donau, verzauberte das Publikum mit t\u00e4nzerischer Leichtigkeit und schelmischer Mimik in ihrem \u00bbweanerischen\u00ab Part, w\u00e4hrend Jens- Karsten Stoll, geb\u00fcrtiger Berliner, neben einer virtuosen Pianobegleitung die Mentalit\u00e4t seiner Heimatstadt durch Bonmots zum Besten gab. In ihrer Gegens\u00e4tzlichkeit wurde die Darbietung der beiden K\u00fcnstler zu einer Konkurrenz und Liebeserkl\u00e4rung an Wien und Berlin gleicherma\u00dfen.<br>Die Heurigen- und Operetten-Lieder und \u00bbWiener G&#8217;schichten\u00ab als literarische Leckerbissen, die \u00f6sterreichisches Herz und Seele beschreiben, voller Humor. Den abschlie\u00dfenden Beifall hatten sich die K\u00fcnstler, die nicht mit einer Zugabe geizten, wahrlich verdient.\u201c<br>(Ernst-Freiberger-Stiftung, B\u00e4rbel Raszloff)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcrgerhaus HennigsdorfEr schreitet herein, dunkel gekleidet, tr\u00e4gt ein F\u00e4hnchen in der Hand, positioniert es an seinem Klavier. Sie betritt die B\u00fchne, beschwingt und in einem Trachtenkleid. Auch sie mit einem F\u00e4hnchen. Das ihre und das seine sind in den Farben Rot und Wei\u00df gehalten, nur die jeweiligen Embleme in der Mitte unterscheiden sich. 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