{"id":585,"date":"2025-12-29T17:50:48","date_gmt":"2025-12-29T17:50:48","guid":{"rendered":"https:\/\/musik.martha-pfaffeneder.com\/?page_id=585"},"modified":"2025-12-29T17:54:32","modified_gmt":"2025-12-29T17:54:32","slug":"presse-schoener-schwarzer-vogel-komm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musik.martha-pfaffeneder.com\/?page_id=585","title":{"rendered":"Presse | Sch\u00f6ner Schwarzer Vogel, komm &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>Trier. Rund 120 Mitglieder und Freunde des \u00d6sterreich Forum Trier sind zu ihrem Nationalfeiertag ins Pfarrzentrum St. Matthias gekommen.<br>Das Forum pr\u00e4sentierte die zwei \u00f6sterreichischen Musiker Martha Pfaffeneder und Paul Schwingenschl\u00f6gl mit dem Programm \u201eSch\u00f6ner schwarzer Vogel komm\u201c.<br>Das Duo widmet sich in seinem Programm den beiden Themen Liebe und Tod &#8211; einer echten Wienerin entsprechend!<br>Als Todesengel sorgt sie f\u00fcr einen rasanten Liederabend mit Wiener Schm\u00e4h, morbiden Texten und pechschwarzem Humor: Wenn Hofrat Dr. M\u00fcller zur Folterstunde am Donnerstag f\u00e4hrt, der Sandmann Rei\u00dfzwecken in die Augen streut und Frau Pfaffeneder als \u201esch\u00f6ne Leich\u201c aus dem Grab voll Sehnsucht singt, bleibt dem Publikum manches Mal das Lachen im Hals stecken.<br>Das findet auch Musikp\u00e4dagogin Carla Sch\u00f6tt, die sich als Zufallsgast beschreibt: \u201eEs ist ungew\u00f6hnlich, grausam sch\u00f6n und wohltuend anders. Ich bin allerdings froh, dass gr\u00f6\u00dftenteils Hochdeutsch gesprochen wird, so dass alle was verstehen k\u00f6nnen.\u201c<br>Haben die Texte der Interpreten jedoch kein Hochdeutsch zugelassen, nahm die Schauspielerin Pfaffeneder trotz Wiener Akzents, das Publikum mit warmer Altstimme und ihrer ausdrucksstarken Mimik und Gestik f\u00fcr sich ein.<br>Musikalisch wird sie von dem Pianisten Paul Schwingenschl\u00f6gel begleitet, der virtuos die Stimmung bei langsameren St\u00fccken wie \u201edas Hohe Lied der Liebe\u201c aufgreift und das Publikum immer wieder verbl\u00fcfft, indem er auf der Trompete spielte, w\u00e4hrend er gleichzeitig in die Pianotasten haut. \u201eGro\u00dfartiges Talent, solche Dinge sind faszinierend\u201c, findet das Gr\u00fcndungsmitglied Reni Bartussek. Cig. (volksfreund.de von Cenk Cigdem)<\/p>\n\n\n\n<p>Martha Pfaffeneder breitet in ihrem j\u00fcngsten Programm die Schwingen eines Wiener Todesengels aus und entf\u00fchrt in einem wohlbedachten Wechsel von Hoch- und Tiefflug an die R\u00e4nder des Klischees von der wienerischen Morbidit\u00e4t, dorthin, wo diese jegliche Gew\u00f6hnlichkeit ebenso wie\u00a0alle Gewohnheit verliert und sich entweder in die Leichtigkeit der Erhebung hinauflacht oder sich in den Abgrund der B\u00f6sartigkeit vergr\u00e4bt.<br>Die Lieder des seelenverwandten \u00d6sterreichers Ludwig Hirsch sind wie Pfl\u00f6cke auf einem Pfad der Unentrinnbarkeit, den die K\u00fcnstlerin in Gesang, Wort und Bewegung heraufbeschw\u00f6rt. Sie hantelt sich nicht von einem Pflock zum n\u00e4chsten, sie geht sicheren Schrittes auf dem Weg ihrer klug zusammengestellten Zwischentexte.<br>Es ist ein mutiges Programm, das sich Frau Pfaffeneder vorgenommen hat:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>mutig angesichts der Anspr\u00fcche in der Nachfolge Hirschs zu bestehen;<\/li>\n\n\n\n<li>mutig angesichts des Themas, vor der Verdr\u00e4ngungssucht des Zuh\u00f6rers zu bestehen;<\/li>\n\n\n\n<li>mutig angesichts des Bedrohung durch das Klischee, das sich immer wieder meldet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die K\u00fcnstlerin meistert jedoch all diese Mutproben, indem sie nicht tut, was gefordert zu sein scheint: Sie eifert und ahmt nicht nach, sie passt sich nicht an. Sie ist und bleibt nat\u00fcrlich, nat\u00fcrlich in Sprache, Gesang und Gestik.<br>Martha Pfaffeneder scheint im Verein mit Paul Schwingenschl\u00f6gl Wien und dem Tod bis ans Ende, das wiederum zum Anfang werden kann, nachzufliegen: dem Tod der Seele aus den Verletzungen des Missbrauchs, dem Tod des Lebens aus der Verzweiflung am Leben. Ihr Flug geht mit derselben Nat\u00fcrlichkeit dar\u00fcber hinaus oder \u2013 man k\u00f6nnte es auch so sagen \u2013 darunter hinein, in jene Zone, in der der Tod nicht mehr das Sagen hat, weil er alles gesagt und sich selbst get\u00f6tet hat. Dort bleibt die Liebe. So mancher Moment in Frau Pfaffeneders Interpretation der Musik von Ludwig Hirsch, aber auch die folgerichtige Lesung des Hohelieds der Liebe, lassen den Zuh\u00f6rer in eben diese Zone eintreten, und machen den Abend zu einem Erlebnis der Nachdenklichkeit.<br>Die einf\u00fchlsame, sichere und in einigen dramaturgisch gut gew\u00e4hlten Momenten kurzfristig die musikalische F\u00fchrung \u00fcbernehmende Mitwirkung des\u00a0\u00d6sterreichischen Musikers Paul Schwingenschl\u00f6gl am Klavier und auf der Trompete tragen h\u00f6rbar zu diesem \u00fcberaus positiven Gesamteindruck bei. (Wilhelm Pfeistlinger, Direktor des \u00d6sterreichischen Kulturforums Berlin),<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trier. 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